Irgendwann finde ich es,
dieses Leben ohne Dich,
und dann komme ich zurück,
um es Dir zu zeigen.
21. September 2022 // © Antje Münch-Lieblang
Gehirnorgasmen feat. Rocko Kakoschke
»Wer bellen kann, sollte auch mit dem Schwanz wedeln können.«
Irgendwann finde ich es,
dieses Leben ohne Dich,
und dann komme ich zurück,
um es Dir zu zeigen.
21. September 2022 // © Antje Münch-Lieblang
Gelegentlich gibt es Ereignisse, die im Bruchteil einer Sekunde ganze Leben verändern können, wenn nicht sogar Einfluss haben auf das gesamte Universum. Meistens gehen Ereignisse dieser Art vollkommen unbemerkt an uns vorüber, und später wissen wir nichtmal, dass sie eine maßgebliche Bedeutung für unser Leben hatten oder irgendwann haben werden – der Schmetterling, dessen zarter Flügelschlag in der Lage ist, am anderen Ende der Welt einen Tsunami auszulösen.
Doch manchmal passiert es so offensichtlich, dass all unsere Mauern in ihren Grundfesten erschüttert, ja mitunter sogar zum Einsturz gebracht werden. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war, aber wir können sehen und fühlen, wie all das zuvor Unverstandene unseres Daseins sinnhaft ineinandergreift.
Dann, wenn das andere Ende der Welt auf einmal kein Ort in weiter Ferne mehr ist, sondern unser eigenes schlagendes Herz, welches von einem Schlag zum nächsten nicht mehr ausschließlich für uns alleine schlägt.
Fluch und Segen,
diese Liebe,
und ich wünschte,
das, was bliebe,
wär‘ der Segen
ganz allein.
Und der Fluch
mit all dem Schmerz,
zög‘ davon
gleich himmelwärts.
Wie einfach könnt‘
doch alles sein.
Doch müsste ich
die Liebe geben,
damit der Schmerz
auf ewig ruht,
so bliebe nur
noch kalte Leere,
erstorben alle
Lebensglut.
Es lebt das eine
durch das andere,
kein Gipfel ohne
Jammertal.
So bleib‘ mir, Liebe,
Fluch und Segen,
stets bittersüße
Herzensqual.
1. September 2022 // © Antje Münch-Lieblang