Schlagwort: Alfanzerei

Drei, zwei, eins, null

„Man soll das Neue Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd,
wenn man es all zu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich schrecklich zu bemüh’n
und schließlich hat man den Salat.

Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen,
es nützt nichts und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm und bessert euch drauflos.“

Erich Kästner

Ich ohne Dich

Wie der Himmel ohne Sterne,
wie ein Sommer ohne Wärme;
das weite Meer ohne Grund,
wie ein Bellen ohne Hund.

Wie der Deckel ohne Topf
wie ein Körper ohne Kopf;
die Giraffe ohne Hals,
wie eine Suppe ohne Salz

Wie der Leuchtturm ohne Licht,
wie ein Lächeln ohne Gesicht;
das Woher ohne Wohin,
wie ein Wesen ohne Sinn.

Wie der Vogel ohne Flügel,
wie eine Brille ohne Bügel;
das Verstecken ohne Suchen,
wie ein Geburtstag ohne Kuchen.

Wie der Regen ohne Tropfen
wie ein Herzschlag ohne Klopfen;
eine Zeichnung ohne Strich –

So wie ich ohne Dich.

30. November 2012 // © Antje Münch-Lieblang

Tierische Liebeserklärung

Ich muss jetzt einfach mal
die Katze aus dem Sack lassen,
bevor der Hund in der Pfanne
verrückt wird:

Mit Dir kann ich Pferde stehlen,
toller Hecht, aber auch Hasenfuß sein.
Für Dich würde ich die Sau raus lassen
und jeden Stier an den Hörnern packen.
Ohne Dich fühle ich mich
wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Gänsehaut, Frosch im Hals,
wie vom wilden Affen gebissen –
was ich für Dich empfinde,
geht auf keine Kuhhaut mehr.

Da beißt die Maus keinen Faden ab –
mit Dir habe ich richtig Schwein gehabt!
Und eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als ich auch nur noch einen einzigen Schritt
ohne Dich durch mein Leben.

11. Februar 2012 // © Antje Münch-Lieblang

Hoppe, hoppe Reiter …

Jane Wayne | (c) Jeannine Piekenbrock
Jane Wayne | (c) Jeannine Piekenbrock

Einige erinnern sich bestimmt noch an dieses spektakuläre Ereignis, als mich das Leben vom Rücken eines Pferdes direkt in die Notaufnahme eines Krankenhauses katapultierte. Irgendwann habe ich meinen Popo natürlich wieder in einen Sattel geschwungen und davon zeugt das folgende Bildmaterial aus dem Juni diesen Jahres. Ja, das ist schon eine Weile her und während dieses Video auf Facebook schon für ausreichend Belustigung gesorgt hat, habe ich irgendwie nicht daran gedacht, es auch mal hier auf der Seite zu präsentieren. Dreizehn Minuten und neunundvierzig Sekunden Blödsinn und billige Sprüche gepaart mit Pferdecontent und einer ordentlichen Portion Mist obendrauf. Viel Vergnügen … und vergesst nicht das Popcorn!

Video leider nicht mehr verfügbar!

Mut zur Hässlichkeit (2)

Mut zur Hässlichkeit II | (c) Antje Münch-Lieblang
Mut zur Hässlichkeit II | (c) Antje Münch-Lieblang

Anregt durch die Feststellung, wie viele Geht-ja-mal-gar-nicht-Fotos es doch von mir gibt, kam mir die gestrige Entdeckung des Socialnetwork-Spielzeugs Posterous doch gerade recht. Da ich mich ja bekanntlich total gerne zum Horst mache und mir ziemlich selten bis fast gar nicht, auch nur irgendetwas peinlich ist, habe ich gestern mit Posterous ein kleines Projekt gestartet – eine Sammelstelle für die Fotos, welche eigentlich so überhaupt gar nicht öffentlichkeitstauglich sind. Meine Wenigkeit ungeschminkt und ziemlich facettenreich in allen möglichen Situationen des Lebens. Vierzehn Fotos sind zum jetzigen Zeitpunkt zu bewundern und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Die Festplatte hält noch so einige Schätze bereit. «Viel Spaß!», sag‘ ich da nur.

Update – Freitag, 11. Juli 2014: Leider hat Posterous sich aus dem Netz verabschiedet. Eine alternative Plattform für „Mut zur Hässlichkeit“ gibt es bisher noch nicht.