Schlagwort: zu Hause

Arnsberger Kunstsommer

Kunstsommer Arnsberg | Quelle: http://kunstsommer.blogspot.de/
Kunstsommer Arnsberg | Quelle: http://kunstsommer.blogspot.de/

Unsere Stadt zeigt sich mal wieder von seiner bunten und vielfältigen Seite. Unter dem Motto «Schnittstellen» findet noch bis zum 29. August der 14. Kunstsommer in Arnsberg statt. Es werden Austellungen, Veranstaltungen und Workshops angeboten und noch so Einiges mehr. Wer sich beeilt, kann im Hof des Sauerland-Museums am Jazz-Frühstück teilnehmen und wer es erst später aus den Federn schafft, kann sich nachher zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr Menschen ansehen, die unter freiem Himmel Tango tanzen. Aber auch so gibt es in der Stadt eine Menge zu entdecken. Zu den zahlreichen Erinnerungen an vorherige Kunstsommer, die noch immer zu finden sind, sind neue künstlerische Akzente gekommen, die es zu bewundern gibt und welche die Stadt nicht nur in diesen Tagen ein wenig bunter machen werden. Dieses Jahr war ich schlau und habe meinen noch verbleibenden Urlaub bewusst genau in diese Kunstsommerzeit gelegt. Somit steht einer interessanten Woche wohl nichts mehr im Wege. Wer also heute und die kommenden Tage nichts vor hat, kann der Stadt Arnsberg ja mal einen Besuch abstatten. Und wer mich zufällig trifft, darf sich von mir zu einem Kaffee oder einem Bier einladen lassen. Informationen zum diesjährigen Kunstsommer gibt es übrigens auf allen Kanälen.

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Zum in die Luft gehen

Kunstflug | (c) Antje Münch-Lieblang
Kunstflug | (c) Antje Münch-Lieblang

So sehe ich aus, wenn ich nach akrobatischen Kunstflugmanövern aus einem Doppeldecker steige – leicht lädiert, aber total glücklich. Entstanden ist dieses Bild letztes Jahr beim alljährlichen Flugplatzfest im Nachbarort Oeventrop. Dort wurde vom Hubschrauber, über Segelflieger und normale Propellermaschinen bis eben hin zu Doppeldeckern die Möglichkeit geboten, sich die Maschinen anzusehen und auch, gegen einen gewissen Preis, darin mitzufliegen.

Ich hatte geplant, mit dem Hubschrauber zu fliegen, weil ich das immer schonmal gemacht haben wollte, aber dann sah ich die Flugshow des Acroteam Meschede und der Hubschrauber hatte keine Chance mehr. Irgendwie ging das dann auch alles ganz schnell und ratzfatz saß ich mit Fallschirm auf dem Rücken in einem dieser Doppeldecker, genauer gesagt einer Pitts N88NL, hatte Funkkontakt mit dem hinter mir sitzenden Piloten und ab ging es in den Himmel. Leute, das war der Knaller! Wir haben uns durch die Luft geschraubt, sind auf dem Kopf geflogen, nach unten gestürzt, kerzengerade nach oben geflogen, haben Achten und Loopings gedreht. So lange, bis mein Magen kurz hinter dem Kehlkopf saß und ich ihn nur noch durch das Zäpfchen bremsen konnte. Zum Schluß flogen wir noch eine Entspannungsrunde über Arnsberg, mit Ehrenrunde über unser Wohnhaus, und dann ging es wieder nach Oeventrop zur Landung. Irgendwie habe ich es damals nicht geschafft, darüber zu schreiben und weil es übernächstes Wochenende wieder soweit ist – Flugplatzfest in Oeventrop – habe ich das zum Anlass genommen, dieses spektakuläre Ereignis vom letzten Jahr doch noch für die Nachwelt festzuhalten. Auch das Acroteam wird wieder da sein und mal sehen, vielleicht gehe ich nochmal in die Luft. Möglicherweise nehme ich aber dieses Mal den Hubschrauber, denn diese Erfahrung fehlt mir ja noch. Nach dem «Klick» gibt es noch ein schönes Video vom Acroteam, damit ihr einen kleinen Eindruck von dem bekommt, was ich erlebt habe.

http://www.acroteam-meschede.de/

Hier sieht man meinen Blick vom Balkon auf die Kreuzung Vogelsangerstraße/Piusstraße in Köln-Ehrenfeld mit aufkommendem Unwetter im Hintergrund und albernem Windspielpapagei im Vordergrund

Sturmvogel | (c) Antje Münch-Lieblang
Sturmvogel | (c) Antje Münch-Lieblang

Dieses Foto ist schon ziemlich alt und ist mir gerade bei der Suche nach einem passenden Hingucker für den nächsten Eintrag aufgefallen. Irgendwie gefiel mir dieses Bild damals nicht ausreichend, um es zu veröffentlichen und so lagerte es einige Jahre auf der Festplatte. Eben habe ich es gesehen und wäre vor Begeisterung fast rückwärts vom Stuhl gekippt. Komisch, wie das manchmal so ist. Erst mag man etwas nicht und irgendwann ist man davon ganz hingerissen. Nach dieser Erkenntnis hielt ich den Moment für günstig diesem Bild endlich die verdiente Ehre zukommen zu lassen und somit haben wir hier jetzt einen weiteren sinnlosen Eintrag, den ich nicht schreiben wollte, mit einem Bild, welches ich nicht publizieren wollte. Eigentlich ein Grund zur hemmungslosen Freude, wäre da jetzt nicht noch ein Eintrag, den ich schreiben möchte mit einem passenden Bild, welches ich publizieren wollte. Blöd nur, dass ich da jetzt keine Lust mehr zu habe. Und was macht ihr so Sonntags um Zwanzigvorfünf?

Ice Ice Baby … damdamdam dadadada

In der Regel ist ungewollte Vergesslichkeit ja eher etwas Lästiges und Unangenehmes, was meistens nur Probleme und Ärger mit sich bringt, aber manchmal, in ganz seltenen Fällen, kann Vergesslichkeit auch richtig schön sein. Zum Beispiel, wenn man zwei Euro in seiner Hosentasche findet, von denen man nicht mal mehr weiß, woher sie überhaupt kommen oder wenn man Nachts um halbvier Vanilleeis im Eisfach findet, dass man vor einer Woche gekauft hat und von dem man gar nicht mehr wusste, dass es überhaupt existiert.

Zählt Eis um diese Uhrzeit schon zum Frühstück oder noch zum Abendessen?

Paralysiert

Irgendwie habe ich mir den gestrigen Tag und den heutigen Abend anders vorgestellt. Ich wollte so viel erledigen, zum Beispiel meine allwissende Spülhalde beseitigen, die sich in meiner Küche bis unter die Decke türmt und sicher bald kleine Fraggles anzieht, die durch meine Küche pilgern, wenn ich diesem Zustand nicht schleunigst Einhalt gebiete.

Gemütlich mit einem Bierchen Fernsehen gucken wollte ich auch und habe es ja auch auf die Couch geschafft, sogar mit Bierchen und davon getrunken habe ich auch. Leider war es wohl zu gemütlich und deswegen bin ich auch mal wieder gleich eingeschlafen – genau wie gestern. Ärgerlich! Ist mir auch völlig egal, ob es nötig war oder nicht: Ich mag es nicht, meine freien Tage zu verschlafen und nichts auf die Reihe zu bekommen.

Diese immerwährende Nachtarbeit macht mich im Moment ziemlich alle, ja sie lähmt mich regelrecht und ich hoffe, dass sich an diesem Zustand bald mal wieder etwas ändert! Die Hundefelle würden sich sicher auch mal wieder freuen, mehr als nur den Garten zu sehen. Ich übrigens auch!

Vielleicht sollte ich mal die allwissende Spülhalde befragen zu diesem Dilemma. Für irgendwas muss es ja gut sein, sich sein eigenes Orakel in der Küche zu züchten!

Niemals gelben Schnee essen, denn es ist sicher kein Zitroneneis!

Es schneit und der Wald sieht wie verzaubert aus. Nachdem ich jetzt schon knapp zwei Wochen hier in meiner eigenen kleinen Dachwohnung lebe, die direkt am Waldrand liegt, habe ich es endlich geschafft, eine schöne Runde für einen Waldspaziergang ausfindig zu machen. Die Hundefelle hatten, im wahrsten Sinne des Wortes, tierischen Spaß und ich habe es genossen, sie rennen und toben zu sehen, sowie ich den Wald, die Stille und den Schnee genossen habe. Jetzt werde ich mir die Kürbissuppe warm machen, welche mir die Frau Mama gestern abend vorbei gebracht hat und den Flocken noch ein wenig beim Tanzen zuschauen. Kürbissuppe an Schneetreiben – das ist ja wie ein symbolischer Abschied vom Herbst!

Pension Käfer

Es ist kalt in Deutschland! Das finden übrigens auch die Marienkäfer und haben sich kollektiv dazu entschlossen, ausgerechnet bei mir in der Wohnung zu überwintern. Täglich setze ich mindestens vier bis sieben von den Käferchen wieder an die frische Luft, denn zertreten werden oder vom I-Hund vernascht werden, sind meiner Meinung nach keine erstrebenswerten Alternative zum Kältetod. Kaum das ich mich versehe, sind wieder welche da und das, obwohl alle Türen und Fenster geschlossen sind. Ich habe keine blassen Schimmer, wie die kleinen Dinger ständig hier rein kommen. Eben saß ein wahrhaft mutiges Exemplar der gepunkteten Glücksbringer auf der Toilettenbrille, als ich den Toilettendeckel hob. Das hätte verdammt böse enden können, wenn ich mir auch nicht sicher bin für wen.