WARTEN II (103)

Ja, ich weiß was ich will! Ich habe noch nie in meinem Leben so sehr gewusst, was ich wollte. Und ich weiß, Du bist dabei für Dich herauszufinden, was Du willst. So erschreckend viel wir auch gemeinsam haben, so inkompatibel sind unser beider Leben. Mir ist sehr wohl bewusst, was in Dir vorgeht… ich kann es spüren. Ich weiß, dass der Rückzug nicht bedeutet, dass ich Dir nichts bedeute. Ich weiß, dass es Deine Art ist, Gedanken und Gefühle zu sortieren. Mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag spüre ich Deine Zerissenheit. Der Gedanke, Dich zu verlieren, bringt mich im den Verstand. Doch Du musst Dir keine Sorgen um mich machen. Auch das wird nichts sein, womit ich nicht fertig werde. Du bist die Frau meines Lebens und das wirst Du auch immer bleiben… ganz egal, wie Du Dich entscheidest.

»Vertrauen ist die Seele der Liebe« (81)

Es scheint, als habe das geduldige Warten begonnen, die ersten zarten Blüten zu tragen.

Mir gefällt die Art und Weise, wie sich unsere Zweisamkeit entwickelt. So voller Vorsicht und gegenseitigem Erforschen, dennoch so unglaublich intensiv, dass mir manchmal die Luft zum Atmen fehlt und ich das Gefühl habe, dass mein Herz sich geradezu überschlägt.

Du fehlst mir so sehr, dass es mir körperliche Schmerzen bereitet, aber die Erinnerung an die letzten Tage sind wie warme Pflaster auf den Wunden des Vermissens.

Ach meine Schöne …

WARTEN (39)

»Wer nichts weiß, liebt nichts. Wer nichts tun kann, versteht nichts. Wer nichts versteht, ist nichts wert. Aber wer versteht, der liebt, bemerkt und sieht auch. Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt, desto größer ist die Liebe. Wer meint, alle Früchte würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben.«

Paracelsus 1493-1541