Dicke Luft

Igor | (c) Antje Münch-Lieblang
Igor | (c) Antje Münch-Lieblang

Der I-Hund hat Angst vor der Gastherme, die sich im Flur hinter einer Tür verbirgt und hin und wieder mal aufflammt. Das ist dem I-Hund nicht geheuer, denn meistens passiert dieses Aufflammen immer dann, wenn er an der Therme vorbeitrippelt. Dann erschreckt er sich immer so sehr, dass er fast durchs Dach schlägt.  Dabei habe ich ihm doch schon alles gezeigt und erklärt, was sich hinter dieser geheimnisvollen Tür in diesem geheimnisvollen Kasten alles abspielt. Hat aber nichts genutzt. Das Unbehagen will nicht von ihm weichen. Das geht jetzt schon drei Tage so. Nun liegt er zwischen meinen Füßen, weil er denkt, dass ihm die böse Gastherme dort nichts anhaben kann. Allerdings ist er jetzt selbst zur Gastherme geworden und pupst, als gäb’s kein Morgen mehr. Großartig!

Lösungsvorschläge?

Bei mir piept es

Bei mir piept es und das ganz mächtig gewaltig!

Auf der Arbeit piepen zahlreiche Geräte, die der schnellen Nahrungszubereitung dienen. Wenn ich nach Hause komme, piepen diese Geräte immer noch in meinem Kopf, weil sie mich acht Stunden so dermaßen zugepiept haben, dass ich sie manchmal im Bett noch höre.

Das meine ich aber gar nicht. Was ich meine ist, dass es bei mir piept, weil meine Arbeit, mir anfängt richtig Spaß zu machen, ich mittlerweile sogar gerne Nachts arbeite und mich verdächtig oft manchmal sogar auf meine Arbeit freue.

Ich sag‘ ja, bei mir piept es!

Werde mich jetzt noch mit einem Bier in die Badewanne legen, denn ich habe Aua-Füße und fühle mich, als hätte man mich auch durch die Friteuse gezogen. Durfte heute mal am Tage arbeiten und Sonntags ist immer die Hölle los. Der ganze Landkreis hat nichts Besseres zu tun, als Sonntags mit Kind und Kegel in unser feines Restaurant einzufallen.

Bei denen piept es auch!

Schatten

Ein seltsamer Tag gestern und eine noch viel seltsamere Nacht, die ich mehr neben mir, als bei mir verbrachte. Eigentlich hätte ich frei gehabt, wollte mir das Schlafen für einen späteren Zeitpunkt aufheben und blieb wach. Letztendlich musste ich dann doch arbeiten, hatte aber nur noch Zeit, drei Stunden zu schlafen. Hundemüde, unkonzentriert und phasenweise vollkommen überdreht, brachte ich auch diese Nacht hinter mich.

Als ich dann im Auto saß, war ich natürlich hellwach. Die Straßen waren leer, die Musik laut und gut und so fuhr ich einfach noch ein wenig weiter, dachte über dieses und jenes nach und genoß einfach diese kleine nächtliche Spazierfahrt. Plötzlich lag da was mitten auf der Straße. Zum Bremsen war es zu spät und als ich darüber hinweg fuhr, ohne es mit dem Auto zu erfassen, konnte ich nicht erkennen, was es war. Es schien ein Tier zu sein, aber ich hoffte auf irgendetwas anderes. An der nächsten Ecke hielt ich an und lief zurück. Das nächste Auto kam, bevor ich da war. Ich schloß die Augen, hielt die Luft an, hörte aber nichts.

Es war eine Katze, grau getigert, … tot.

Ich dachte kurz nach, nahm dann ihre Pfoten, hob sie so vorsichtig hoch und trug sie von der Straße. Neben einen Baum am Straßenrand legte ich sie ab, streichelte traurig ihren regennassen Kopf und wünschte ihr eine gute Reise.

Dann fuhr ich nach Hause.